Unwiderstehliche Mandolé
Es gibt Orte, die auf den ersten Blick bezaubern, andere, die mit jedem Schluck fesseln. Das Weingut Mandolé bietet beides. Seinen Namen verdankt es den zahlreichen Mandelbäumen, die den Weinberg schmücken, ergänzt durch Kronen- und Feigenbäume, die seine Schönheit unterstreichen. Seit 2005 haben sich die Brüder Angelin und Didier Thétaz mit ganzem Herzen der Gestaltung eines Ortes nach ihren eigenen Vorstellungen verschrieben – einer Mischung aus Authentizität und Leidenschaft. Nach all den Jahren harter Arbeit ist es 2020 für sie an der Zeit, die Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben.
Und so fanden sie ihre Nachfolgerinnen in einer etwas unerwarteten Bekanntgabe. Zwei Namen weckten ihr Interesse: Lisa Traens und Chiara Benincasa. Zwei sehr unterschiedliche Lebenswege, zwei Kulturen, aber eine gemeinsame Leidenschaft. Lisa, ursprünglich aus Brügge, studierte Biochemie und erkundete gleichzeitig die Welt des Weins durch eine Sommelier-Ausbildung. Chiara, aus einem kleinen toskanischen Dorf, verfolgte nach ihrem Studium der internationalen Wirtschaft zunächst eine kreative Karriere. 2015 kreuzten sich ihre Wege in London bei einem Glas Wein, das alles veränderte. Aus dieser Begegnung entstand ein Lebensprojekt: sich dem Wein mit Leib und Seele zu widmen. Lisa entschied sich daraufhin für Önologiekurse in Changins, und Chiara begann ihre Ausbildung an der Weinhochschule in Suze-la-Rousse.
Nach jahrelangen Reisen und Erkundungen der Welt fanden sie 2021 endlich ihr Zuhause: das Wallis, genauer gesagt das Weingut Mandolé. Fasziniert von „den steilen Hängen mit ihrer fast schon furchteinflößenden Neigung, den Landschaften, dem Klima, den Terroirs und der Vielfalt der einheimischen Rebsorten“, waren die beiden Abenteurer bereit, die Walliser Berge zu erklimmen und ein neues Kapitel in der Geschichte des Weinguts Mandolé zu schreiben. So erfasste eine neue, ebenso unwiderstehliche Energie Mandolé, die jedoch einen ganz eigenen, exotischen Charakter hatte.