Visuel avec tire-bouchon qui entre dans une bouteille avec une grappe de raisin à l'intérieur

Geschichte des Korkenziehers: Erfindung, Modelle und Entwicklung

Répouse courte

Ein Korkenzieher ist ein Werkzeug, das dazu dient, den Korkzapfen aus einer Weinflasche zu ziehen. Er besteht in der Regel aus einer spiralförmigen Spindel (auch Wendel oder im engeren Sinne Korkenzieher genannt), die an einem Griff oder Hebelmechanismus befestigt ist. Seine Erfindung ist direkt mit der Verbreitung von Glasflaschen und Korkzapfen im 17. Jahrhundert verbunden. Zusammenfassend: Ohne einen in den Flaschenhals gesteckten Korkzapfen hätte es nie einen Korkenzieher gegeben.

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Es ist unmöglich, sich einen Abend mit Freunden, ein Familienessen oder eine Walliser Weinprobe ohne dieses bescheidene Werkzeug vorzustellen. Doch den Korkenzieher, wie wir ihn kennen, gibt es erst seit weniger als 250 Jahren. Hier ist die vollständige Geschichte dieses unverzichtbaren Weinbegleiters – von seiner Erfindung in England bis zu den heutigen elektrischen Modellen.

Warum wurde der Korkenzieher erfunden?

Jahrhundertelang wurde Wein in Amphoren, Krügen oder Holzfässern gelagert: Diese waren leicht von Hand zu öffnen und wieder zu verschließen. Alles änderte sich im 17. Jahrhundert, als die Glasbläsereitechniken die Herstellung widerstandsfähiger Glasflaschen ermöglichten.

Anfangs waren die Flaschenhälse breit und die Korken ragten heraus: Man konnte sie leicht von Hand entfernen. Doch um eine bessere Konservierung und optimale Reifung des Weins zu gewährleisten, begann man, die Korken vollständig in den Flaschenhals zu drücken. Diese Entwicklung machte den Korkenzieher notwendig.

Wer hat den Korkenzieher erfunden? Datum und Ursprung

Der Korkenzieher wurde in England Ende des 17. Jahrhunderts erfunden. Die Engländer, große Liebhaber importierter Weine (insbesondere aus Frankreich und Portugal), ließen sich dabei von den Kugelziehern inspirieren, die zum Reinigen von Musketenläufen verwendet wurden – eine metallene Schnecke, die in den Lauf eingeführt wurde, um Rückstände zu entfernen.

Der erste offizielle Nachweis stammt aus dem Jahr 1795: Reverend Samuel Henshall meldet das erste weltweite Patent für einen Korkenzieher an, ein T-förmiges Modell mit Schraube und Mutter.

Zeittafel der Korkenziehergeschichte

Jahr Erfinder Innovation
~1680 Englische Handwerker (anonym) Erste an die Kugelzieher von Waffen angepasste Schnecke
1795 1. Patent Rev. Samuel Henshall – England Erstes weltweites Patent – T-Modell mit Schraube und Mutter
1802 Edward Thompson – England Korkenzieher mit Endlosschraube "Zig-Zag"
1880 William Burton Baker – England Erster Korkenzieher mit Doppelhebel
1882 Carl F.A. Wienke – Deutschland Sommelier-Korkenzieher / Kellnermesser
1930 Dominick Rosati – Italien Flügelkorkenzieher "Charles-de-Gaulle" (Patent)
~1950 Herbert Allen – Vereinigte Staaten Screwpull™ – Teflon-Spindel, ergonomischer Hebel
~2000 Verschiedene Hersteller Elektrische Korkenzieher mit wiederaufladbarem Akku

Die 7 Arten von Korkenziehern: der vollständige Leitfaden

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Korkenziehern, jeder mit einzigartigen Eigenschaften. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Modelle:

1. Der T-Korkenzieher – das Originalmodell (1795)

T-Korkenzieher

Der älteste und einfachste. Eine spiralförmige Spindel, die von einem Griff aus Holz, Metall oder Harz gekrönt wird. Kein Hebelsystem: Es muss direkt gezogen werden. Effizient, aber körperlich anspruchsvoll, dominierte er den Markt über ein Jahrhundert lang. Reverend Samuel Henshall erhielt 1795 das erste weltweite Patent dafür.

Ideal für: Sammler und Puristen.

2. Der Korkenzieher mit Endlosspindel oder "Zig-Zag" (1802)

Korkenzieher mit Endlosspindel

Erfunden von Edward Thompson im Jahr 1802, verwendet dieses Modell zwei ineinandergreifende Spindeln, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen. Wenn die erste Spindel ihre Grenze erreicht, übernimmt die zweite, um den Korken vollständig herauszuziehen. Kompakt und genial, wird er wegen seiner Mechanik immer noch geschätzt.

3. Der Sommelier- oder Kellnermesser-Korkenzieher (1882)

Sommelier-Korkenzieher

Dies ist der Referenz-Korkenzieher in der Gastronomie. Erfunden 1882 vom Deutschen Carl F.A. Wienke, vereint er in einem einzigen Werkzeug:

  • Eine Spindel aus Edelstahl
  • Einen Kapselheber
  • Einen Hebel zum Abstützen am Flaschenhals

Seine Kompaktheit und Effizienz machen ihn zur bevorzugten Wahl von Sommeliers und anspruchsvollen Weinliebhabern. Er passt perfekt zu den Walliser Weinen, die am Tisch serviert werden.

Ideal für: Profis und erfahrene Amateure.

4. Der Flügelkorkenzieher "Charles-de-Gaulle" (1880–1930)

Flügelkorkenzieher Charles-de-Gaulle

Das erste Modell mit Doppelhebel wurde 1880 von William Burton Baker patentiert. Es entwickelte sich später durch den italienischen Designer Dominick Rosati weiter, der 1930 das berühmte Flügelmodell patentierte, das in Anspielung auf die ikonische Geste des Generals bei seinen Reden (erhobene Arme) "Charles-de-Gaulle" genannt wurde.

Einfach zu bedienen, funktioniert er durch Hebelwirkung: Man drückt die Spindel hinein, die beiden Arme steigen, und man senkt sie dann, um den Korken herauszuziehen.

Ideal für: Anfänger und Benutzer, die es einfach mögen.

5. Der Hebelkorkenzieher "Screwpull™" (~1950)

Hebelkorkenzieher Screwpull

Entworfen von Herbert Allen, einem amerikanischen Ingenieur und Berater der NASA, in den 1950er Jahren. Seine Spindel ist mit Teflon® behandelt, um den Korken ohne Beschädigung zu durchdringen. Zwei flexible Greifer passen sich dem Flaschenhals an. Eine einzige Drehbewegung genügt, um den Korken sanft herauszuziehen.

Ideal für: Personen, die Korken intakt halten möchten (Jahrgangsweine, Sammlerkorken).

6. Der elektrische Korkenzieher (~2000)

Elektrischer Korkenzieher

Elektrische Korkenzieher, die um das Jahr 2000 aufkamen, werden mit wiederaufladbaren Batterien betrieben. Ein einfacher Fingerdruck genügt, um den Korken in wenigen Sekunden herauszuziehen und auszuwerfen. Mühelos, ohne Risiko, den Korken zu beschädigen.

Ideal für: Personen mit eingeschränkter Mobilität, große Empfänge.

7. Der Lamellenkorkenzieher / Bilame (~1949)

Lamellenkorkenzieher Bilame

Als technisches Modell par excellence durchbohrt er den Korken nicht, sondern gleitet mit zwei leicht gebogenen Klingen von beiden Seiten hinein. Perfekt zum Entfernen beschädigter, brüchiger oder alter Korken von Jahrgangsweinen. Ein Muss im Keller eines ernsthaften Amateurs.

Ideal für: alte Flaschen, empfindliche Korken, Sammlerweine.

Zusammenfassung

Von der einfachen englischen Bohrspindel des 17. Jahrhunderts bis zum heutigen wiederaufladbaren elektrischen Korkenzieher hat dieses Werkzeug die Jahrhunderte überdauert, ohne jemals seinen Nutzen zu verlieren. Seine Geschichte ist untrennbar mit der des Weins selbst verbunden: Jede technische Innovation zielte darauf ab, den Wein besser zu konservieren, ihn ohne Beschädigung zu öffnen und das Ritual einfacher und eleganter zu gestalten.

Wenn Sie das nächste Mal eine Flasche Walliser Wein öffnen, wissen Sie, dass Ihr Korkenzieher das Erbe von fast 350 Jahren Ingenieurskunst im Dienste des Genusses ist.

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