Bouteille de rosé

Roséwein: Geschichte, Herstellung & Verkostung

Répouse courte

Roséwein wird ausschließlich aus roten Trauben hergestellt, und zwar nach drei Methoden: der Saignée-Methode (Abziehen des Saftes während der Maischegärung), der Direktpressung (Trauben werden ohne Mazeration gepresst) und der Mazeration (Kontakt von Saft und Schalen für 2 bis 20 Stunden). Er wird bei 8 bis 12 °C in einem Weißweinglas serviert. In der Schweiz ist das Wallis der Hauptproduzent von Roséwein und macht 75 % der im Einzelhandel verkauften Roséweine aus, die aus Pinot Noir und Gamay hergestellt werden. Es gibt zwei spezifische Schweizer Appellationen: Œil-de-perdrix (Neuenburg) und Dôle Blanche (Wallis). Weltweit ist Frankreich der größte Verbraucher und Produzent und hält etwa 10 % des weltweiten Weinmarktes.

Sobald die Sonne zurückkehrt und man wieder Aperitifs auf der Terrasse genießt, findet man immer mehr Rosé in den Weingläsern. Hier erklären wir seine Geschichte, die Länder, die diesen Markt beeinflussen, mit einem Fokus auf die Schweiz, wie dieser berühmte Wein hergestellt wird und wie man Roséwein verkostet.

Die Geschichte des Roséweins

Sein Ursprung scheint weit zurückzuliegen: Man findet Referenzen in der Antike unter dem Namen Vinum Clarum und seit Jahrhunderten in Frankreich unter dem Namen Clairet. Die erste offizielle Definition erschien jedoch erst im 17. Jahrhundert.

Ab dem 17. Jahrhundert profitierten die Weinbereitungstechniken von erheblichen Verbesserungen. Rotwein erfreute sich großer Beliebtheit, teilweise aufgrund der Mängel von Weiß- und Roséweinen zu dieser Zeit. Einige weitere Jahrhunderte waren notwendig, um die Technik der Roséweinbereitung zu perfektionieren, woraufhin sein Konsum zunahm. Rosé erlebte in den 40er Jahren einen Popularitätsschub durch die Einführung des bezahlten Urlaubs und die Reisen der Franzosen in die Provence. In den letzten Jahrzehnten hat Rosé etwa 10 % des weltweiten Weinmarktes eingenommen.

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Der Markt und der Wettbewerb des Roséweins

Weltweit

Frankreich ist das führende Land im Konsum, in der Produktion, aber auch im Import. An zweiter Stelle der Konsumenten stehen die Vereinigten Staaten. Die Hauptkonkurrenten der französischen Produktion sind die Italiener. Die drei größten Exporteure sind Spanien, Italien und die Vereinigten Staaten; sie umfassen über 70 % der weltweiten Exporte. Frankreich gehört nicht zu den Top 3, da seine Positionierung anders ist: Der Großteil seiner Produktion ist für den heimischen Markt bestimmt.

Weltkarte des Roséweinmarktes

In der Schweiz

Es gibt nicht die gleiche Kultur wie in der Provence, und das liegt teilweise an zwei Überzeugungen, die wir nun entdecken werden. Erstens glauben Schweizer Konsumenten fälschlicherweise, dass die Weingüter die schlechtesten Trauben verwenden, die nicht für Rotwein geeignet sind. Zweitens betrachten Profis ihren Rosé leider oft als Wein zweiter Klasse.

Dennoch ist der Markt seit einigen Jahren stark am Wachsen. Im Jahr 2017 gehörte die Schweiz zu den Top 10 der Konsumentenländer, aber auch zu den 10 größten Importeuren. Dies öffnet Schweizer Winzern die Tür, die Marktanteile gewinnen wollen. Das Wallis hat diesen neuen Trend gut verstanden: Investitionen einiger Weingüter haben das Image des Rosés in der Region verbessert. Unser Kanton ist bekannt für seine hochwertigen Roséweine, die aus lokalen Rebsorten wie Pinot Noir und Gamay hergestellt werden. Allerdings produziert das Wallis 75 % der in großen Supermärkten verkauften Schweizer Roséweine, trinkt aber selbst sehr wenig davon.

Es ist auch interessant festzustellen, dass es in der Schweiz zwei zusätzliche Bezeichnungen gibt: Œil-de-perdrix und Dôle Blanche. Dies sind zwei AOC-Weine mit Schweizer Tradition, die seit etwa zehn Jahren als Rosés definiert werden, die mit 10 % Weißwein verschnitten werden dürfen. Œil-de-perdrix ist ein Wein aus dem Kanton Neuenburg: Die Neuenburger wenden diese Weinbereitungsmethode seit über 2 Jahrhunderten an, wobei der Wein aus wenig gekeltert Pinot Noir hergestellt wird. Die Dôle Blanche stammt aus dem Wallis; sie wird aus Pinot Noir und Gamay hergestellt, die weiß gepresst werden.

Wie wird Roséwein hergestellt?

Wichtig: Roséwein ist keine Mischung aus Rotwein und Weißwein! Rosé stammt ausschließlich aus roten Rebsorten. Es gibt 3 Techniken zur Herstellung: das Saftabzug-Verfahren (Saignée), die Direktpressung und die Mazeration. Um Rosé herzustellen, wird ein Rotwein wie ein Weißwein vinifiziert – im Gegensatz zum Orange Wine, bei dem ein Weißwein wie ein Rotwein vinifiziert wird.

Das Saftabzug-Verfahren (Saignée)

Roséwein in einem Glas serviert

Die erste Technik ist das sogenannte Saftabzug-Verfahren (Saignée). Während der Mazeration des Rotweins wird ein Teil des Saftes abgezogen – dieser Vorgang wird als „Saignée“ bezeichnet. Je kürzer der Wein mazeriert, desto heller wird die Farbe und leichter der Wein.

Der Rest des Rotweins geht nicht verloren, er setzt seinen Mazerationsprozess fort. Durch die Mazeration mit einem höheren Verhältnis von Fruchtfleisch zu Saft erhält der Rotwein kräftigere Tannine. Deshalb findet man oft Rosés aus dem Saftabzug-Verfahren, die aus Rebsorten wie Syrah, Cornalin usw. stammen.

Die Direktpressung

Flasche Roséwein auf einem Tisch

Die zweite Technik zur Herstellung von Rosé nennt sich Direktpressung. Wie der Name schon sagt, werden die roten Trauben direkt gepresst.

Der Schritt der Mazeration, der dem Wein Farbe und Tannine verleiht, wird somit übersprungen. Die Farbe eines Rosés aus Direktpressung wird daher in der Regel viel blasser sein als die eines Rosés aus dem Saftabzug-Verfahren.

In dieser Art von Roséwein findet man oft Rebsorten wie Gamay oder Pinot Noir.

Die Mazeration

Flasche Rosé und Weinglas auf einem Tisch

Die Mazerationsmethode ist eine gängige Technik zur Herstellung von Roséwein. Sie beginnt ähnlich wie die Rotweinbereitung: Die dunklen Trauben werden entrappt und gemaischt und dann in einen Tank gefüllt. Der Most (Saft) bleibt für 2 bis 20 Stunden bei einer Temperatur von 10 bis 15 °C in Kontakt mit den Schalen.

Während dieser Zeit geben die Pigmente (Anthocyane) und Aromen der Beerenschalen an den Saft ab. Sobald die gewünschte Farbe erreicht ist, wird der Most gepresst, um den Saft von den festen Rückständen (Schalen und Kerne) zu trennen. Dieser Saft wird dann vergoren, um den Roséwein zu produzieren.

Diese Methode ermöglicht eine präzise Kontrolle der Farbe und Aromen des Weins, wodurch Rosés von blass und zart bis intensiver und fruchtiger entstehen.

Wie verkostet man Roséwein?

Roséwein zu verkosten, ist ein angenehmes sensorisches Erlebnis, das einige Aufmerksamkeit verdient, um seine Nuancen voll zu würdigen. Zunächst sollte der Rosé gekühlt serviert werden, idealerweise zwischen 8 und 12 °C, um seine Frische und fruchtigen Aromen hervorzuheben. Verwenden Sie ein Weißweinglas, dessen Form dazu beiträgt, die Aromen zu konzentrieren und jeden Schluck zu genießen.

Bevor Sie probieren, beobachten Sie die Farbe des Rosés, die von blass und zart bis intensiv und lebhaft variieren kann. Schwenken Sie dann den Wein im Glas, um die Aromen freizusetzen, und atmen Sie tief ein, um fruchtige, blumige und manchmal würzige Noten zu identifizieren. Nehmen Sie im Mund einen kleinen Schluck und lassen Sie den Wein sich verteilen, um seine Textur und Aromen zu schätzen. Achten Sie auf das Gleichgewicht zwischen Säure, fruchtigen Aromen und dem Nachklang im Mund.

Rosé kann allein oder zu verschiedenen Gerichten genossen werden, für ein umfassendes gastronomisches Erlebnis. Neugierig, was Sie dazu servieren können? Entdecken Sie was man zu Roséwein isst.

Technik Prinzip Erhaltene Farbe Typische Rebsorten
Saignée Entzug des Saftes während der Rotweinmaischung Mittel bis intensiv Syrah, Cornalin
Direktpressung Rote Trauben ohne Mazeration gepresst Blass bis sehr blass Gamay, Pinot Noir
Mazeration Kontakt Saft/Schalen 2 bis 20 Std. dann Pressen Blass bis intensiv je nach Dauer Pinot Noir, Gamay

Questions fréquentes

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